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Teneriffa Geschichte

  Teneriffa Geschichte

Was bedeutet Teneriffa?
Der Name Teneriffa bedeutet ins deutsche übersetzt "Schneebedeckter Berg"(Bild 1 rechts).
Nach der Legende sollen die Kanarischen Inseln(Bild 4 rechts) die letzten Reste des versunkenen Kontinents "Atlantis" sein.

Erste Entdeckungen
Die vermutlich Ersten, die die Insel Teneriffa besuchten, waren wohl die Phönizier so um 1100 bis 800 v. Chr.
So fanden die Phönizier auf Teneriffa die zu seiner Zeit begehrte Orchillaflechte und nahmen sie mit in ihre Heimat. Die aus dieser Färberpflanze gewonnenen Purpurstoffe wurden zu ihrer wichtigsten Handelsware.
Daher vermutlich auch der Beiname der Kanaren, die 'Purpurinseln'.

Die Wiederentdeckung
Im Jahre 1341 wurde die Teneriffa "wiederentdeckt" durch portugiesische Seefahrer. 1402 sollte Graf Jean de Béthencourt(Bild 3 rechts) die Inseln für Spanien erobern. 1402 wurden zuerst Lanzarote, Fuerteventura und Gran Canaria, danach auch La Gomera und El Hierro von Juan de Bethencourt erobert.
Teneriffa war erst 1496 ganz in spanischer Hand. Die Guanchen wehrten sich einige Zeit erfolgreich gegen Eroberungsversuche der Spanier, der Ort La Matanza, nordöstlich von Puerto de la Cruz, erinnert noch daran: "Matanza" heißt "Gemetzel", die Spanier wurden schwer geschlagen, die Guanchen wurden aber 1495 doch blutig und grausam besiegt, allerdings mit Hilfe der Pest, die durch die Spanier eingeschleppt wurde.
Teneriffa wurde 1494 bis 1496 von Alonso de Lugo unterworfen und zu einer Kolonie Spaniens erklärt. Somit wurde Teneriffa als letzte der Kanarischen Inseln der spanischen Krone unterstellt.

Wirtschaftlicher Aufschwung
Aufgrund der günstigen Lage der Kanarischen Inseln für die spanischen Schiffe, die nach Amerika segelten, kam es zu einem raschen wirtschaftlichen Aufschwung. Teneriffa wurde oft als letzte Station vor der Überfahrt nach Amerika genutzt, so benutzte auch Christoph Kolumbus am 9. August 1492 die Insel für eine Zwischenstation und notierte im Logbuch einen Teideausbruch.
Durch diese hervorragende Lage kam es natürlich auch zu Überfällen. Zuletzt 1797 durch englische Einheiten unter dem Kommando von Admiral Nelson, dem dabei der rechte Arm von der Kanone "El Tigre"(Bild 2 rechts) abgeschossen wurde, die heute noch in den Hafenanlagen von Santa Cruz zu besichtigen ist.
In den folgenden Jahrhunderten versuchten Holländer, Engländer und Franzosen immer wieder vergeblich die Insel Teneriffa zu erobern.

Wichtige Ereignisse kurz zusammengefasst

  • 1100 - 800 v. Chr. - Vermutlich erste Besuche der Phönizier auf den Teneriffa bzw. den Kanaren.
  • 1341 - Wiederentdeckung der Inseln durch portugiesische Seefahrer.
  • 1477 - Die katholischen Könige beauftragen Alfonso Fernandez de Lugo mit der noch unabhängigen Inseln Gran Canaria, Teneriffa und La Palma.
  • 1494 - Spanier landen am Strand von Anaza, dem heutigen Santa Cruz; Friedensverhandlungen mit den Guanchen scheitern.
  • 1495 - Sieg der Spanier über die Guanschen bei La Victoria; Teneriffa wird als letzte Kanareninsel spanisch.
  • 16. Jahrhundert - Kolonisierung Teneriffas und Christianisierung der Guantschen; Zuckerrohranbau und -verarbeitung.
  • 17. Jahrhundert - Anpflanzung von Weinreben, nachdem der Zuckerrohranbau wohl unrentabel wurde.
  • 1704, 1705, 1706 - Folgenschwere Vulkan-ausbrüche
  • 1715 - Der Weinabsatz gerät ins Stocken, was wohl viele Bewohner Teneriffas zur Auswanderung nach Lateinamerika veranlaßte.
  • 1744 - La Laguna erhält die erste kanarische Universität.
  • 1797 - Bei einem Flottenangriff auf Santa Cruz verliert Admiral Nelson den rechten Arm.
  • 1852 - Teilung der Kanaren in die beiden Provinzen Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas de Gran Canaria.
  • ab 1870 - Mit dem Siegeszug der Anilinfarben kommt Teneriffas Koschenillegewinnung(rote Farbe, die durch Läuse gewonnen wurde) zum Erliegen, was abermals Tausende zur Auswanderung treibt.
  • 1888 - Erste Bananenpflanzungen.
  • 1927 - Die Kanaren werden in eine östliche und westliche Provinz aufgeteilt.
  • 18.Juli 1936 - General Francisco Franco, Militärkommandeur der Kanaren, fliegt von Santa Cruz nach Spanisch-Marokko - der Spanische Bürgerkrieg beginnt.
  • Ab 1960 - Der Tourismus wird langsam zum wichtigsten Wirtschaftszweig.
  • 1982 - Die Kanaren werden eine autonome Region innerhalb Spaniens.

 

Teneriffa Südflughafen Reina Sofia
Schneebedeckte Berg - Pico del Teide
Teneriffa Südflughafen Reina Sofia
Die legendäre Kanone "El Tigre"
Graf Jean de Béthencourt
Graf Jean de Béthencourt
Die Kanarischen Inseln
Die Kanarischen Inseln - Teneriffa


 

Vorstellung des neuen Buches:

Geschichte und Mythen der Kanaren

von dem bekannten Autoren Dr. Carlos Calvet, erschienen im Bohmeier Verlag, Leipzig unter der ISBN 978-3-89094-517-0

weitere informationen


Die Kanarischen Inseln sind wahrhaft ein Paradies für Landschaftskenner und Touristen, und viele Leute zieht es dorthin, auch wegen des wunderbaren Wetters, 365 Tage im Jahr.

Viele Leute betreten die Inseln aber ohne sich je Gedanken darüber gemacht zu haben, wer denn wohl auf ihnen lebte, bevor die Europäer kamen, oder gar welche unwiederbringliche einheimische Flora und Fauna es dort zu schützen gilt.

Das Buch Geschichte und Mythen der Kanaren, des bekannten Autoren Dr. Carlos Calvet, geführt u.A. in der Deutschen Nationalbibliothek, erklärt dem Reisenden und Interessenten in einfachen Worten, aber mit sensibler Präzision, was alles auf den Inseln bis zur Ankunft der Konquistadoren geschah, wie sich diese langsam durchsetzten und, vor allem, wer jene Leute waren, die sich ihnen widersetzten. Wir erkennen ferner die untergegangene Kultur der Kanarier und ihre wundersamen Kenntnisse über die Natur und die Welt, sowie die lebenden Relikte einer längst vergangenen Eiszeit.

Die Kultur der Kanarier ist zwar längst nicht mehr existent, aber große Teile von ihr leben in der neuen Kanarischen Gemeinschaft weiter und sind Bestandteil des alltäglichen Lebens, wie gewisse altertümliche Speisen und Riten.

Das Buch bezaubert aber nicht nur durch die präzise nahegelegte Historie und Natur der Inseln, sondern auch durch die zahlreichen Geschichten und Erzählungen, die aus der kanarischen Mythologie entnommen sind. So lernen wir etwa die Schlachten gegen die Invasoren kennen, aber auch die Liebe zwischen den kanarischen Romeo und Julia, sowie die unabdingliche Treue der Untertanen ihren Königen gegenüber.

Kurze Beschreibung des Buches:

Kapitel 1 "Wer waren die Ureinwohner der Kanaren?" widmet sich einem wichtigen Teil dieses Buches, nämlich der Suche nach den wahren Ureinwohnern der paradiesischen Inseln, die - weit gefehlt - keine einfachen barbarischen Wilden waren, sondern sehr sensible Menschen, dessen einzige Sünde es war, keine Technologien entwickelt zu haben, da sie im Einklang mit der Natur lebten und ihren Gott Abora ehrten, der unserem Gott sehr ähnelt. Wir werden sehen, dass die antiken Guanchen - sage und staune - von antiken Europäern abstammen, die aus einer gewissen Wechselwirkung zwischen den Neandertalern aus Europa und dem Homo sapiens aus Afrika hervorgingen.

In Kapitel 2 "Die Kultur der Guanchen" erfahren wir wissenswertes über dieses antike Volk, das nicht mehr als solches existiert. Ihre Inseln waren in Königreiche aufgeteilt, die manchmal gegeneinander kämpften, aber langfristig auf diese Weise ihr Überleben sicherten. Innerhalb der Königreiche lernen wir hier ihre Gesellschaft kennen, die in verschiedene Kasten eingeteilt war.

Kapitel 3 "Vom ersten Hominiden bis zum Guanchen" befasst sich vornehmlich mit der Entwicklungsgeschichte des Menschen in Afrika und darüber hinaus, um zu verstehen, welche Menschen es waren, die zuerst auf die Kanaren kamen, welche konkreten Einwanderungswellen es in der Geschichte des Archipels gegeben hat und wie daraus die Guanchengesellschaft entstanden ist, so wie sie die spanischen Eroberer antrafen.

Das Kapitel 4 "Legenden und Geschichten der Guanchen" ist eines meiner Lieblingsabschnitte und enthält Sagen, Geschichten, Mythen und Legenden rund um die paradiesischen Inseln, ihre sagenumwogenen Bewohner, sowie ihren Glauben an einen einzigen Gott, der, das Böse in die Tiefen der Erde verbannte und dessen Lebenshauch sich noch immer in den Vulkanen wiederspiegelt.
Diese Geschichten sind in zwei Gruppen aufgeteilt, nämlich in Geschichten vor, und nach der Eroberung, wobei einige natürlich dazwischen hängen.

Kapitel 5 beschreibt wichtige Schlachten gegen die Invasoren, angefangen mit den Waffen der Guanchen, die sie in unebenem Gelände praktisch unbesiegbar machten, doch auf dem flachen Schlachtfeld nichts nützten. Es ist wirklich erstaunlich, wie einige wenige Guanchenkönige (andere wurden bereits von der Güte des christlichen Gottes und von der Übermacht Europas überzeugt und bekehrt) es schafften die Spanier jahrelang mit einfachen Speeren, Drachenbaumholzschildern und Wurfsteinen immer wieder abzuwehren. Es gab auch einige wichtige Schlachten, die in der Folge aufgeführt sind.

Im Kapitel 6 "Die Pyramiden" finden wir eine Beschreibung der wichtigsten Pyramiden auf den Kanarischen Inseln; unter ihnen der große Pyramidenpark von Güímar auf Teneriffa sowie andere Bauwerke ähnlicher Art in Los Cancajos, Mazo, El Paso etc., vornehmlich auf den Inseln La Palma und Teneriffa.
Wir gehen weiterhin das Lebenswerk des Thor Heyerdahl durch, der ständig an den Stufenpyramiden von Güímar mit dem Fährenunternehmer Fred Olsen als Sponsor arbeitete, und erfahren, dass viele der Pyramiden eine bestimmte astronomische Ausrichtung haben.

Das Kapitel 7 beschreibt weitere Anlagen der Guanchen, wie die Siedlungen im Anagagebirge im Nordosten Teneriffas und die Hirtenbehausungen im Zentrum der Insel. Wir lernen das Zeremoniezentrum von Guargacho in San Miguel de Abona im Süden der Insel kennen, das ein einzigartiges, großes Bauwerk ist und aus einer ziemlich großen, bedeckten, kreisrunden Hütte bestand, so wie wir sie noch heute bei den südamerikanischen Indios im Regenwald Amazoniens vortreffen. Auf La Gomera gibt es die merkwürdige Festung von Chipude (Argodey), die von Hirten benutzt wurde, aber auch als Zufluchtsort oder Versammlungsplatz zu religiösen, sozialen oder gar militärischen Zwecken gedient haben könnte.

Im Kapitel 8 "Astronomie der Guanchen" werden verschiedene Chroniken zitiert, die beweisen, dass die Guanchen das Jahr in Monden zählten und jedes Jahr zahlreiche Generalversammlungen abhielten, wo sie feierten und der König eines jeden Reiches viele Lebensmittel dem Volk gab, damit sie alle zufrieden miteinander leben konnten. Denn die Kanarier waren prinzipiell ein friedfertiges Volk, das einen einzigen Gott - Abora - verehrte. Die Guanchen hatten einen Mondkalender entwickelt, der, dem der Berber Nordafrikas ähnelt, wobei die verschiedenen Phasen des Sterns Canopus aus der Konstellation Carina eine wichtige Rolle spielten.

Das Kapitel 9 beschreibt eine antike Mathematik - die Fähigkeit der Guanchen, ohne jegliches mathematische Grundwissen ihre Viehherden zu zählen. Es werden dazu Beispiele aus dem heutigen Leben auf den Inseln vorgestellt, sowie eine mögliche Erklärung für diese außergewöhnlichen Fähigkeiten auf der Grundlage einer komplexen Rechenweise, wie sie vor Jahrzehnten noch in unseren Schulen von unseren Eltern und Großeltern praktiziert wurde. Diese komplexe Rechenweise hat offensichtlich mit dem menschlichen Verstand zu tun und kann nicht in binärer, duodezimaler oder anderer Form erklärt werden.

Im Kapitel 10 lernen wir die Grundsätze der Guanchensprache kennen, die prinzipiell mit anderen antiken Sprachen verwandt ist, wie dem Baskischen, das selbst für die Entzifferung ägyptischer Hieroglyphen erfolgreich eingesetzt werden konnte. Es entsteht der Eindruck, eine ehemalige Ursprache des Cro-Magnon-Menschen sei im Laufe der Jahrtausende in verschiedene altertümliche Sprachen, wie Iberisch, Minoisch, Tartessisch, Baskisch, aber auch Guanche, übergegangen. Da bereits 1400 v.Chr. die Alten Ägypter die Kanaren erreichten, wo diese aber schon seit längerem von noch älteren Gruppen bevölkert waren, kann man von einer Evolution der kanarischen Sprache reden, so dass die moderneren berberischen Schriftzeichen, die in Reliefs auf vielen Inseln des Archipels gefunden wurden, kein Indiz für eine große berberische Besiedlung der Kanaren sind, sondern nur Teil einer großen Evolution, die schon Tausende von Jahren zuvor in der Steinzeit anfing.

Kapitel 11 ist speziell den Petroglyphen oder Felsgravuren auf den Kanaren gewidmet, unter denen es verschiedene Typen gibt. Während die ältesten unter ihnen aus steinzeitlichen, geometrischen Figuren bestehen, gibt es auch einige neuere Gravuren mit alphabetischen Zeichen aus dem Altlybischen oder der Berbersprache, ohne dass diese Schriftzeichen quantitativ jedoch je auf den Kanaren eine große Rolle gespielt hätten.

Ein verwandtes Thema zu den Petroglyphen der Kanaren sind im Kapitel 13 die Petroglyphen und Felsmalereien der Sahara und Westafrikas, die teilweise sehr von den Felshauereien der Kanaren abweichen und somit beweisen, dass die kulturellen Kontakte zwischen Afrika und den naheliegenden Kanaren eher geringfügiger Natur waren, oder aber, dass die Kultur der Guanchen so stark ausgeprägt war, dass Neuerungen aus Afrika dort keinen großen Halt fanden. So konnte sich auf den Kanaren - entgegen dem gesamten afrikanischen Kontinent - z. B. niemals das Tragen von Masken oder anderen rituellen afrikanischen Mitteln durchsetzen. Möglicherweise weil die Funktion, die solche Masken ausübten, auf den Kanaren eher belanglos war.

Schließlich lernen wir im Kapitel 14 die antike Westsahara sowie die Geschichte der Arabisierung Nordafrikas kennen. Hier unterscheiden wir eindeutig zwischen den antiken Berbern bzw. Nomadenvölkern der Sahara und den modernen nordafrikanischen Völkern, hervorgekommen aus der Fusion zwischen dem Prä- bzw. Protomediterranen Menschentyp aus Kleinasien - welcher ganz Nordafrika besiedelte und den älteren Cro-Magnon-Menschen ablöste - und alten afrikanischen Ansässigen, sowie aus der späten Arabisierung Nordafrikas durch jemenitische Stämme, die aus religiösen Gründen ausgesandt wurden und sich später mit den antiken Berbern vermischten, um eine moderne nordafrikanische Gesellschaftsform aufzubauen, die nicht mehr so sehr religiös, sondern eher traditionell orientiert war.

 
 

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Gemeinden und Ortschaften - Aktualisiert am 04.05.2018


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