FeedfacebookFollow SonnigeKanaren on Twitterunsere Video bei youtube

Teneriffa Wandern

  Pico del Teide, 3718 m (Seite 2/2)


Der hell leuchtende, im Winter mitunter schneebedeckte Pan de Azúcar, das Erlebnis eines noch nicht zur Ruhe gekommenen, von Schwefeldämpfen umwallten Vulkans und nicht zuletzt die Tatsache, auf dem höchsten Berg der Kanaren, ja ganz Spaniens zu stehen, all das mag die Faszination dieses grandiosen Gipfels ausmachen - vor allem aber eines: der nahezu unbegrenzte Ausblick über Teneriffa, bei sehr guter Sicht sogar über den ganzen Kanarischen Archipel hinweg bis nach Afrika. So ist es kein Wunder, daß die Besteigung des Teide ein Wunschtraum vieler Teneriffa-Urlauber ist.

Tiefblick auf die Canadas - in der Mitte die Roques de García.

Tiefblick auf die Canadas - in der Mitte die Roques de García.

Wegen des nachhaltigeren Erlebnisses sei dem Gipfelaspiranten empfohlen, die knapp 4-stündige Teide-Besteigung auf zwei Tage zu verteilen: Am ersten Tag (nachmittags) erfolgt der anstrengende Aufstieg zur Altavista-Hütte. Am nächsten Tag stolpert man noch im Dunklen los, damit man rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf dem Gipfel ist - ein unvergessliches Naturschauspiel: Binnen weniger Minuten, nach und nach, taucht die Sonne die ganze Insel in ein tiefrotes Licht; zuerst den Teide, später die Calderarand-Berge, schließlich auch die Cañadas und das Anaga-Gebirge - der Teide-Schatten reicht zu dieser Zeit bis zur etwa 50 km entfernten Nachbarinsel La Gomera. Gigantisch!

An der Canadas-Straße, bei km 40 (Parkmöglichkeiten, keine Wertsachen im Wagen zurücklassen!), beginnt der ausgeschilderte Fahrweg Richtung Teide (nach 100 mSchranke). Er führt gemütlich durch hellbeige Bimssandhänge bergan. Nach einer Viertelstunde ignorieren wir einen rechts abzweigenden Fahrweg, 25 Minuten später mündet bei zwei Metallpfosten von scharf rechts ein Weg von El Portillo ein (100 m danach rechts unterhalb des Fahrwegs eine winzige, einfache Schutzhütte).

Der Fahrweg zieht nun in weiten Schleifen durch die hellen Bimshänge der Montaña Blanca hinauf, schon nach wenigen Kehren kommen wir an den Huevos del Teide (»Teide-Eier«) vorbei. Nach insgesamt 1¼ Stunden zweigt dann in gut 2700 m Höhe unweit vom Gipfel der Montaña Blanca rechts der ausgeschilderte Pfad zum Refugio de Altavista ab. Er steigt steil, in Serpentinen über einen ockerfarbenen Geröllhang an, links davon zieht ein dunkles Lavafeld herab.

Nach etwa einer halben Stunde haben wir die steilste Hangpartie hinter uns und gelangen auf eine kleine Hangverflachung mit riesigen, runden Felsblöcken, die Estancia de los Ingleses (»Aufenthalt der Engländer«). Der Weg führt nun durch ein lang gestrecktes Tiefblick auf die Cañadas - in der Mitte die Roques de García. Das Refugio de Altavista. Ginsterfeld, das wir nach einer Viertelstunde nach links verlassen.

Nun geht es in anfangs weiten Serpentinen, dann wieder etwas steiler, über die Estancia de los Alemanes, hinauf zum Refugio de Altavista, 3260 m, das erst zuletzt vor uns auftaucht. Links der Hütte setzt sich der breite, teils gepflasterte Weg zum Gipfel fort. Er steigt gelegentlich steil an und führt durch einen Lavastrom.

Nach etwa 20 Minuten zweigt unmittelbar nach einer scharfen Linkskurve rechts ein Pfad durch Lavabrocken zur nahen Cueva del Hielo ab (1 Min.) - auf einer Eisenleiter kann man in die »Eishöhle« hinabsteigen, in der Eiszapfen von den Wänden herabhängen und nahezu ganzjährig Schnee liegt. Die Gänge der ausgedehnten Lavastromhöhle sind wenigstens 50 m lang.

Am Gipfel - Blick zu den Nachbarinseln Gomera, Hierro und La Palma

Am Gipfel - Blick zu den Nachbarinseln Gomera, Hierro und La Palma.

Wieder zurück von der Cueva del Hielo, steigen wir weiter auf dem Hauptweg an. Der Pan de Azúcar (»Zuckerhut«), die hell leuchtende Gipfelhaube des Teide, kommt nun in Sicht. Nach einer guten Viertelstunde erreichen wir eine Hangverflachung, die Rambleta, und treffen dort auf den quer führenden Panoramaweg. Nach rechts gelangt man zum Mirador de la Fortaleza, der einen wunderschönen Blick auf den Osten der Insel, insbesondere auf das Orotava- Tal offeriert. In der Gegenrichtung gelangt man nach einer knappen Viertelstunde zur Bergstation der Teide-Seilbahn, 3555 m.

50 m vor der Bergstation zweigt rechts der steile Weg zum Gipfel ab. Er ist ebenfalls teils gepflastert, im obersten Abschnitt ist er kurz etwas luftig. Am Rand des hellen, von Schwefeldämpfen erfüllten Kraters rechts haltend, gelangen wir zum Gipfel des Pico del Teide und genießen von dort den beinahe unendlichen Ausblick auf Teneriffa und die Inselwelt der Kanaren.


Literaturhinweis: Dieser Tourenvorschlag + Bilder ist dem Rother Wanderführer Teneriffa von Klaus und Annette Wolfsperger entnommen. Weitere Informationen erhalten Sie direkt beim Rother-Verlag unter www.rother.de.


Teide Genehmigung

Hier finden Sie einen Link von der Nationalpark Verwaltung zum direkten reservieren um den Teide-Gipfel besteigen zu können.


Copyright © 2004 Sonniges-Teneriffa - Mietbedingungen, rechtl. Hinweise, Verweise & Links